4. Dezember, Adventskalender 2019
Diese Deko-Idee bedingt einen Spaziergang in den Wald. Danach arbeitet man am besten gemeinsam in der warmen Stube, trinkt Weissen Glühwein und knabbert Quittengebäck.

Diese Deko-Idee bedingt einen Spaziergang in den Wald. Danach arbeitet man am besten gemeinsam in der warmen Stube, trinkt Weissen Glühwein und knabbert Quittengebäck.

Grünpflanzen auf Fensterbänken und Efeu an Drahtringen bedeuten für mich Erinnerungen an Schweden.

In den nächsten Tagen fällt das Thermometer unter Null. Zeit, die letzten blühenden Blumen aus dem Garten ins Haus zu holen.

Heute ist der Tag, an dem die ersten Türli und Päckli geöffnet werden dürfen.

“Der Stechlin” wurde als letztes Werk von Theodor Fontane bekannt. 2019 jährt sich sein Geburtstag zum 200. Mal.
Im November ist es hier am See ausgestorben und die Stimmung des Romans geht auf einen über. Ich mag solche Herbststimmungen – dabei darf man aber nicht vergessen, dass hier im Sommer ein sonniges Ferienparadies mit vielen fröhlichen Menschen ist. Fontane liess Dubslav von Stechlin, einen altersweisen, toleranten Menschen, über die sich verändernde Welt sinnieren. Handlung hat der Roman kaum – doch die Aussagen sind aktueller, als man vermutet.

Für meine Reise auf den Spuren von Theodor Fontane durch Brandenburg habe ich bewusst den Monat November gewählt. Das passt irgendwie zum deutschen Dichter aus Preussen.

Die Reise zu Fontane, die in Potsdam begann, zwang mich aber auch, mich mit der Leidensgeschichte der Bevölkerung Brandenburgs im letzten Jahrhundert zu befassen: Erster Weltkrieg, Weltwirtschaftskrise, Nazi-Zeit, Zweiter Weltkrieg, Sowjetzone, DDR-Regime und Wende.
November ist der Gänsemonat. Der Martinstag, der 11. November, ist in Mitteleuropa von zahlreichen Bräuchen geprägt, beispielsweise vom Martinsgansessen.

Der Martinstag bedeutete früher das Ende des bäuerlichen Wirtschaftsjahres. Neuer Wein konnte gekostet werden. Martini war früher der traditionelle Tag, an dem die Entrichtung des Zehnten fällig war.
Die Steuern wurden früher in Naturalien bezahlt, auch in Gänsen. Und es wurde meist an Martini reichlich gegessen, denn der darauffolgende Winter war für viele geprägt von Hunger.
Trüffel kann man nicht riechen – oder man liebt sie.
Auch in der Schweiz findet man die beliebten schwarzen Knollen.

Ohne tierische Hilfe, Hunde, Schweine oder Fliegen, findet man selbst kaum Trüffel. Es macht aber Spass, einmal mit einem professionellen Trüffelsucher unterwegs zu sein.
Es regnet den ganzen Tag. Grau in Grau. Die To-do-Liste ist ellenlang. Einige Stunden habe ich brav gearbeitet. Belohnung ist angesagt. Jetzt!

Ich habe Lust auf Süsses. Was sehr selten ist.
Meine Reise nach Schweden war so schön, dass ein Teil meiner Seele noch dort in den Wäldern und an den Seen hängt. Sehnsucht kann man zelebrieren. Ich habe mit Eva schwedisches Gebäck gemacht – so kann auch mein Magen noch etwas in Schweden hängen bleiben.

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