Dieses Jahr schien es besonders lange zu dauern, bis der Frühling endlich den Weg ins Schweizer Mittelland fand.

Januar und Februar waren – gefühlt – oft grau, ein endloser Schleier aus Hochnebel und leisen Tagen. Der Februar hat wenigstens den Anstand, nur 28 Tage zu dauern.
Und jetzt scheint der Frühling angekommen zu sein. Leise, fast zaghaft – und doch spürbar.

Während im Januar noch das Winterfenster den Ton angab, freute ich mich über jeden schmelzenden Schneemann, den ich antraf.

Am 3. Januar (meinem Geburtstag) schmückten bereits Tulpen den Frühstückstisch.

Der Januarklunker führte nach Appenzell. Dort entdeckte ich diesen mit spriessenden Frühlingsblumen gedeckten Tisch – als hätte jemand den Frühling einfach schon einmal vorweggenommen. Eine gute Idee 🙂 und ein Grund, im Brockenhaus nach altem Geschirr zu stöbern.

Ich mag alte Hyazinthengläser. Hier wachsen acht weisse Hyazinthen.

Ich räumte das Winterfenster ab und stellte die Hyazinthen auf den Sims – ein stiller Abschied vom Winter und ein leises Willkommen für den Frühling.
Und eine frühreife Hasendame.

Tulpen begleiten mich durch die ersten drei Monate des Jahres.
Schneeglöckchen hole ich mit der Erde aus dem Garten und pflanze sie mit Moos in eine von meiner Tochter bemalte Tasse – ein kleines Stück Garten, das ich ins Haus hole.

Bereits im Januar wärmen feurige Tulpen mein Büro und meine Stimmung.

Wenn es draussen Grau in Grau ist, dürfen die Tulpen farbig sein.

Noch brauche ich Kerzenlicht für die Seele – trotz Tulpen.

Erste Krokusse und Schneeglöckchen begrüsse ich jedes Jahr wie lang vermisste Freunde.

Auch die Helleborus, Christrosen, blühen bereits im Februar üppig in meinem Garten.

Sie sind prächtig. Leider neigen sie ihre Blütenköpfe etwas zu demütig. Nicht ganz einfach zu fotografieren.

Ende Februar wagte ich den ersten Schwumm im Teich. 8 Grad!
Danach ein Feuer zum Aufwärmen – knisternd, duftend, wohltuend. An warmen Tagen können wir bereits im Garten essen – eingepackt in Daunenjacken – zwischen Winter und Frühling, irgendwo dazwischen.

Ich holte den alten Türkranz vom letzten Jahr aus dem Keller.

Und bastelte einen neuen.

Die Traubenhyazinthen wachsen und blühen auch ohne Wasser.

Es gab auf der Feuerschale gebratenen Lachs.

Die Frühlingsblumen in den beiden Suppenschüsseln lassen die Kälte vergessen.

Zuerst blühten Osterglocken und Schneeglöckchen, später auch Krokusse und Hyazinthen.

Dabei ist es noch nicht lange her, dass die Suppenschüsseln Winterstimmung verbreiteten.

Auf Spaziergängen mit Sanna finde ich noch immer Schneeglöckchen im Wald.

An geschützten Plätzen im Garten blühen aber bereits viele Frühlingsblumen.

Die Eisenmäuse haben den Winter gut überstanden.

Gartenzwerge sind nicht so mein Ding, aber dieses Geschenk steht schon Jahrzehnte unter dem alten Zwetschgenbaum.

Und jetzt, Mitte März, halten auch Hasen Einzug. Zuerst zaghaft.

Diesem Hasen muss man einfach zulächeln.

Auch er ist lieb!

Haseninvasion im Velohüsli.

Nun kann man den Frühling herzlich willkommen heissen.

Was die beiden wohl zu tuscheln haben.

Goldhasen, mal nicht von Lindt.

Was hübsch wirkt: Osterglocken und Forsythien in einer Vase, in deren Mitte eine zweite, kleinere Vase eine brennende Kerze schützt.

Es wirkt wunderschön und ist schnell gestaltet.

Der Kamin ist nun voller Frühling.

Nun beginne ich Eier zu bemalen. Meine Sammlung wächst von Jahr zu Jahr – jedes Ei ein kleines Erinnerungsstück.
Ich habe mir bereits ein Bilderbuch vom NEINhorn gekauft. Das Neinhorn kommt auf ein Ei! Doch davon in einem späteren Blogbeitrag – die Ideen sprudeln schon.

Theresa hat sich einen Hasen in Bergün gekauft. Ich malte ihr ein passendes Ei.
Den Baby-Hasen (aus derselben Familie) bekam ich von meiner Cousine vor Weihnachten, als ich das Winterfenster mit Mäusen bestückte, weil ich meine Engelsammlung nicht fand. Esther hatte die süsse Kleine für eine Maus gehalten. Nun hat sie aber Saison und thront inmitten meiner Hasensammlung im Frühlingsfenster.

Zum Frühling gehören unabdingbar frische Gartenkräuter.
Ein oft zu wenig geschätztes Kraut ist Bohnenkraut, Satureja. Es kann viel mehr, als Bohnen aromatisieren. Es zeichnet sich durch seinen kräftigen, leicht pfeffrigen Geschmack aus, der an eine Mischung aus Thymian und Majoran erinnert. Diese kräftige Note macht es zum beliebten Gewürz in der mediterranen Küche sowie in der Zubereitung von Fleisch, Suppen und Eintöpfen.

Nun wünsche ich Euch weiterhin einen schönen Frühling in der Natur, beim Dekorieren, beim Geniessen, beim Kreativsein, beim Musikhören, im Garten, bei den Ostervorbereitungen…
und bei all den kleinen Momenten, die diese Jahreszeit so besonders machen.
Der Frühling hat eine erlösende Kraft.
Wilhelm Busch
Weitere Frühlingsblogs
Während ich meine Blog-Frühlingsbeiträge zusammentrage, realisiere ich, dass sie beinahe einen Gratis-Bildband bilden zum Thema Frühling.
Also: Sich Zeit nehmen und in Blogs schmökern, die Lust auf Frühling machen und zum kreativen Tun aktivieren:
Frühlingsmenü
Frühlingsimpressionen
Frühling im Garten
Hängende Gärten
Frühling im Februar
Frühling in Hyères
Ein Mimosen-Tag in Südfrankreich
Bärlauch-Fest
Es ostert
Zeit vor Ostern
Bilderbücher Osterkalender
Gartenkräuter
Hängender Küchenkräuter-Garten
Tulpen
Musik
Zurzeit schreibe ich für eine Zeitung eine Artikelserie zu jungen Menschen, die musizieren. Gestern besuchte ich eine Probe des “Jugendorchesters con brio”. Die jugendlichen Streicherinnen und Streicher probten folgende zwei Werke:
Max Bruch komponierte sein “Kol Nidrei” für Violoncello und Orchester 1880 als emotionales, jüdisches “Gebet ohne Worte”.
Aus Holbergs Zeit -Suite im alten Stil: Grieg komponierte die Suite anlässlich des Jubiläums zum 200. Geburtstag des dänisch-norwegischen Dichters Ludvig Holberg im Jahr 1884.
Buchtipps
Dieses Buch schenkte ich mir beim Februar-Klunker-Ausflug nach St. Gallen:
Ein neues Jahr voller Wunder – klassische Musik für jeden Tag, Clemency Burton-Hill.
Die Wunder der klassischen Musik sind unerschöpflich. Das stellt die preisgekrönte Violinistin und Moderatorin Clemency Burton-Hill mit dem neuen Band ihres gefeierten Musikkalenders ein weiteres Mal unter Beweis. Auch diesmal dürfen wir Ruhe, Inspiration, Genuss und Kraft aus den einzigartigen und vielseitigen Musikstücken schöpfen, die sie uns in ihren kundigen, charmanten Texten ans Herz legt. Dieses Buch ist die beste Gesellschaft für jeden Tag im Jahr.
Gern höre ich mir am Morgen auf YouTube das Stück, das für das aktuelle Datum vorgestellt wird, an und entdecke neue Musikwelten.
Früher erschien bereits der Titel “Ein Jahr voller Wunder”.

Weitere Lieblingsfrühlingsbücher.
Frühlingstraum
In diesem Callwey Buch wird die zauberhafte Welt des Frühlings mit den schönsten Ideen und besten Rezepten präsentiert, die das Frühjahr verschönern. Gezeigt wird eine ideale Mischung aus Dekorationsideen für drinnen und draussen, verlockenden süssen Leckereien und perfekten Menüs, um die ersten Sonnenstrahlen und familiäre Anlässe gebührend zu feiern. So kann jedes Zuhause in eine frühlingshafte Oase verwandelt.
Mit Tulpenglück zum eigenen Gartentraum: Sarah Stiller präsentiert in diesem Buch mit viel Liebe die bunt gemischte Welt der Tulpen. Dabei gibt sie nicht nur hilfreiche Tipps zur Anpflanzung und Pflege, sondern verrät ihre besten Tricks gegen Schnecken. Zahlreiche Infos zur Insektenfreundlichkeit der Blumen und wie sie im Beet kombiniert werden können, lassen keine Fragen offen. Die Fotos animieren zum Malen.














Margret Willen
Liebe Regula
Herzlichen Dank für Deine, immer wieder sehr schönen Fotos und Berichte! Ich freue mich immer wieder auf neues! Auch bei uns hält der Frühling Einzug! Liebe Grüsse! Margret
Mary
soooooooooooo schön!!!!
PS: ich freue mich auf den Neinhorn-Beitrag! 🙂
ritanna
Das Leben zu feiern, sich und andern eine Freude machen, ist die Lösung.
Der Frühling mit Sonnen Aufgang, Sonnen Untergang mit Wolken Wind und Wetter, mit den wechselnden intensiven und auch versteckten Farben, hilft dazu.
Eine Freude Tag für Tag!
Lis Rohner
Liebe Regula, Frühling in vollen Sinnen erleben. Du nimmst uns mit und lässt
uns mit Deinen Bildern und geschriebenen
Worten daran teilhaben.
Ich bedanke mich herzlich dafür.
Dein Blog ist immer eine Bereicherung. Herzliche Grüsse. Lis
Theresa
Einfach herrlich, liebe Regula
Ich schmunzle immer wieder über deine Wortwahl … die frühreife Hasendame 😉
und der Februar hat den Anstand, nur 28 Tage zu dauern…
Das Neinhornbuch passt da super dazu mit den Wortkreationen.
Aus diesen wunderschönen farbigen Fotos könntest du einen Bildband gestalten, ich würde ihn immer wieder anschauen und mich daran erfreuen.
Vielen herzliche Dank!😍
Hildegard
Liebe Regula
wunderschön und hasenhaft (wollte sagen “sagenhaft”). Unwahrscheinlich, wie deine Ideenquelle sprudelt. Danke, dass du sie mit uns teilst.
Frühlingsgrüsse von
Hildegard
Rita Hermanns
Liebe Regula
Vielen Dank für die wunderbaren Frühlingsfestes, Ideen und deine Gedanken
Liebe Grüsse
Zoe Winter
Liebe Regula
Einfach wow, habe Deinen Beitrag soeben in meiner Facebook-Gruppe Ü50 – und jetzt? geteilt, ich hoffe, du bekommst ganz viele neue Anmeldungen, Dein Blog ist GROSSARTIG.
Susanne
In einem früheren Beitrag (oder in einem Mail an mich?) hast Du mal geschrieben, dass der Star mit seinem ganz speziellen Gesang für Dich der Frühlingsstart bedeutet…? Und seid da, immer wenn ich ihn höre – und ich warte auch sehr sehnsüchtig jedes Jagr darauf – denke ich ganz fest an Dich! Du, Frühling und der Vogel Star sind für mich eine harmonische Einheit.
Danke einmal mehr für Deinen schönen Blog, den ich wenn immer möglich mit genügend Zeit für die Hingabe an den Genuss, freudig betrachte.